Dieser Artikel hier stellt für mich definitiv die Grenze des Geschmacks dar. Nicht die Grenze guten Geschmacks, die Grenze jeglichen Geschmacks …
Nicht nur, dass allein die Idee eines solchen Wettbewerbs geschmacklos ist, die Durchführung halte ich für mehr als grenzwertig. Die Kosten für Promotion und so weiter hätte man stattdessen in eine zweite Prothese stecken können. Desweiteren halte ich das Konzept eines “Schönheitswettbewerbs” für diese Art von “Verlosung” absolut bescheiden. Als Frau würd ich mich irgendwie … verkauft fühlen, schwer zu beschreiben. Als Kunst kann ich das jedenfalls nicht empfinden.
“Zum Glück” kann man da nur sagen, dass der Veranstalter auf diese Idee gekommen ist und nicht einen Kontest macht a la “Somalias next bomb kid” veranstaltet, wo kleine Kinder mit abgerissenen Armen um sich werfen und prahlen: “Bei mir wars ein Teddybär, und bei dir?” Sowas bleibt uns dann zum Glück erspart …

Dezember 4th, 2007 at 14:37
Ich finde den Artikel nicht verkehrt. Wenigstens wird dadurch und letztendlich auch durch dich, tatsächlich auf die Situation in Angola aufmerksam gemacht. Das war ja immerhin auch mit das Ziel des Veranstalters.
Wollen wir es mal nicht verteufeln. Kunst ist das auch für mich nicht. Allerdings scheint das ja Ansichtssache zu sein. Manche empfinden ja auch die Fettecke von Beuys als Kunst.
Bei mir überwiegt eher das Gefühl, dass die Aktion mehr helfen, als schaden könnte.